Gestalten für Berlin
- 15.04.2026 - 22.02.2027
- Berlin
Gestalten für Berlin. Design aus der Kunsthochschule Berlin-Weißensee
Ausstellungslaufzeit: 16. April 2026 – 22. Februar 2027
Die neue Sonderausstellung des Werkbundarchiv – Museum der Dinge
„Gestalten für Berlin“ blickt auf einen zentralen Aspekt des Designs: die Ausbildung von Gestalter*innen. Dafür kooperiert das Werkbundarchiv – Museum der Dinge mit der weißensee kunsthochschule berlin, die im Jahr 2026 ihr 80. Jubiläum feiert. 1946 im Berliner Nordosten innerhalb der sowjetischen Besatzungszone gegründet, steht die Hochschule für die Geschichte Berlins nach dem Zweiten Weltkrieg – mit allen Auf- und Umbrüchen.
Als Hochschule für angewandte Kunst versteht sich Weißensee seinerzeit als Pendant zu einer Kunstakademie. Die „Angewandten“ setzen im alltäglichen Leben an: Hier ist die Not in der kriegszerstörten Stadt am größten. Alle Künste – Malerei, Plastik, Grafik, Bühnenbild, Mode und Textil, Keramik und industrielle Gestaltung – beziehen sich auf die Architektur und die Lebenswelt. In ihrer Ausrichtung wird die Hochschule geprägt von Gestalter*innen der Moderne wie Herbert Hirche, Mart Stam oder Selman Selmanagić. Ihre Ansätze für die Lehre – gemeinsames Grundlagenstudium, enger Praxisbezug und fächerübergreifendes Arbeiten – gelten bis heute.
„Gestalten für Berlin“ beleuchtet künstlerische Grundlagen, Entwurf und Praxis und versammelt historische und gegenwärtige Arbeiten aus den Bereichen Formgestaltung und Grafikdesign. Zudem fragt die Ausstellung nach aktuellen Perspektiven: Was heißt es, heute Design zu studieren?
Ob Berlinale-Plakat oder der Schriftzug für das Kino International, U-Bahn oder Fahrrad, Weltzeituhr oder klimaschützende Fassaden, Brandwände oder Bühnenplakate: Generationen von Studierenden, Lehrenden und Absolvent*innen aus Weißensee gestalten Berliner Stadträume, Kultur und Mobilität, kurz: den Berliner Alltag.
Die Ausstellung ist eine Skizze und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann weder das Schaffen aller Menschen und Fachbereiche aus acht Jahrzehnten noch das Wirken über Berlin hinaus abbilden.
Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher und ökologischer Herausforderungen sowie der umfangreichen Kürzungen im Wissenschafts- und Kulturbereich verweist „Gestalten für Berlin“ auf die Innovations- und Gestaltungskraft von Design, Kultur und Lehre und deren Bedeutung für eine zukunftsfähige und lebenswerte Stadt.
Ausstellungslaufzeit 16. April 2026 – 22. Februar 2027
Kuration: Silke Ihden-Rothkirch, Florentine Nadolni
Ausstellungsgestaltung: studio mut und anmut der weißensee kunsthochschule berlin: Mara Avendaño, Carla Baumeister, Finn Drews, Daniel Fleer, Kélian Gerva, Konstantin Hildebrandt, Matthias Hübner, Jil Krevet, Jonas Leue, Linus Link, Elizaveta Parfenova, Lotte Riedel, Steffen Schuhmann; unterstützt von Thilo Albers
Eröffnung: 15. April 2026, 19 Uhr
Grußwort Cerstin Richter-Kotowski, Staatssekretärin für Kultur Berlin
Grußwort Dr. Angelika Richter, Präsidentin der weißensee kunsthochschule berlin
Inhaltliche Einführung Silke Ihden-Rothkirch, Florentine Nadolni
Zur Szenografie Elizaveta Parfenova, Jonas Leue, Studierende der weißensee kunsthochschule berlin
Musik DJ Royal Radiator
Werkbundarchiv – Museum der Dinge
Do – Mo, 12 – 19 Uhr
Leipziger Straße 54, 10117 Berlin
Die Ausstellung wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und entsteht in Kooperation mit der weißensee kunsthochschule berlin.
Das Veranstaltungs- und Vermittlungsprogramm wird unterstützt durch den bauhaus dessau e.V.
Gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Berlin.
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Keyvisual „Gestalten für Berlin“, Grafik: © Studio mut und anmut der weißensee kunsthochschule berlin
Abb. 2: „Dedicated to“, Mural am Hotel und Stadtbad Oderberger Straße, aus der Serie „Rabotniki“, Various & Gould, 2017, Foto: Various & Gould
Abb. 3: Fernsehgerät „Alex", Herstellung: VEB Stern-Radio Berlin, 1959, produziert bis 1961, Entwurf: Horst Giese und Jürgen Peters, Foto: Armin Herrmann
Abb. 4: Wand- und Bodengestaltung einer Schwimmhalle in Berlin-Hohenschönhausen, aquarellierte Zeichnung, Entwurf: Lothar Scholz, 1986, Leihgabe Fliesenmuseum Boizenburg, Lorén Scholz, Foto: Armin Herrmann
Impressionen zur Veranstaltung
Abonniere den VDID Newsletter
Trage Deine E-Mail-Adresse hier ein, um den VDID Newsletter zu abonnieren.