Messe
Rückblick // VDID Messerundgang imm cologne ´18
Teilen
- 18.01.2018
Rund 25 Mitglieder und Gäste nahmen am diesjährigen Rundgang auf der imm cologne teil.
Den Beginn machte die Sonderschau „Das Haus", gestaltet von der tschechischen Designerin und Art Direktorin Lucie Koldova, die vor Allem die Komponente Licht als Gestaltungsmittel einsetzte. In der Tat dominierte das Thema Licht, sowohl in der Formsprache der Leuchten als auch in der Anzahl und Größe der Objekte. Koldovas Entwurf war zudem ein Haus ohne Küche, die in Ihrem eigenen Leben keine Rolle zu scheinen spielt und womit sie als Frau ein Statement setzt.
Wie man Licht, Heizung und weitere Geräte im eigenen Zuhause durch intelligente Funktionen und benutzerfreundliche Oberflächen steuern kann, wurde uns auf dem Stand der Firma GIRA vorgestellt. Heute schon eingesetzt in Luxushotels und Villen, wird diese smart home Technik zur Zeit für den einfachen Hausbesitzer noch zu kostspielig sein - dennoch ist sie faszinierend und sicherlich ein Ausblick in die Zukunft des Wohnens.
Der Rundgang endete bei den Nachwuchstalenten, für die der Reiz nicht in der digitalen Welt, sondern eher in der Natürlichkeit zu liegen scheint, wobei besondere Materialien und auch menschliche Ungeschicke zum Thema wurden. Ein weißer Stoff auf spezielle Art und Weise gestrickt, leitet farbige Flüssigkeiten, wie z.B. einen verschütteten Rotwein, gezielt an bestimmte Stellen. Erst mit diesem Missgeschick kommt das eingestrickte Muster auf dem "Stained Carpet" von Irena Mirer Artzi zum Vorschein. Der Schwede Victor Alge dagegen gestaltete zwei Stühle aus luftgefülltem Pergamentleder, welches nach der Elchjagd anfällt. Dieses Pergament, aus dem Trommelbau bekannt, ist im feuchten Zustand gut verarbeitbar und wird nach der Trocknung hart wie Kunststoff. Eine Arbeit, bei der sicherlich nicht die Ästhetik, sondern vielmehr das Verstehen natürlicher Materialien im Vordergrund stand.
Die Gewinner sind Yohay Alush mit seinen Outdoor Möbeln "Nocturnal Beasts", die wie seltsame Wesen mit uns Menschen im öffentlichen Raum kommunizieren, Alissa Arends, Leon Bucher und Yelim Kim mit ihrem Klapptisch "Fold it", dessen Gestell ganz praktisch die Tischplatte zu halten weiß und Julien Manaira, der mit "The once liquid plastic" das schichtweise Ausgießen einer Form mit Epoxidharz in einem Objekt thematisiert. Mit seinem Regalentwurf stellt er die Perfektion dem Unperfekten faszinierend gegenüber.
Nina Ruthe-Klein, VDID Vorsitzende Region NRW
Fotos: Arthur Homa
Den Beginn machte die Sonderschau „Das Haus", gestaltet von der tschechischen Designerin und Art Direktorin Lucie Koldova, die vor Allem die Komponente Licht als Gestaltungsmittel einsetzte. In der Tat dominierte das Thema Licht, sowohl in der Formsprache der Leuchten als auch in der Anzahl und Größe der Objekte. Koldovas Entwurf war zudem ein Haus ohne Küche, die in Ihrem eigenen Leben keine Rolle zu scheinen spielt und womit sie als Frau ein Statement setzt.
Wie man Licht, Heizung und weitere Geräte im eigenen Zuhause durch intelligente Funktionen und benutzerfreundliche Oberflächen steuern kann, wurde uns auf dem Stand der Firma GIRA vorgestellt. Heute schon eingesetzt in Luxushotels und Villen, wird diese smart home Technik zur Zeit für den einfachen Hausbesitzer noch zu kostspielig sein - dennoch ist sie faszinierend und sicherlich ein Ausblick in die Zukunft des Wohnens.
Der Rundgang endete bei den Nachwuchstalenten, für die der Reiz nicht in der digitalen Welt, sondern eher in der Natürlichkeit zu liegen scheint, wobei besondere Materialien und auch menschliche Ungeschicke zum Thema wurden. Ein weißer Stoff auf spezielle Art und Weise gestrickt, leitet farbige Flüssigkeiten, wie z.B. einen verschütteten Rotwein, gezielt an bestimmte Stellen. Erst mit diesem Missgeschick kommt das eingestrickte Muster auf dem "Stained Carpet" von Irena Mirer Artzi zum Vorschein. Der Schwede Victor Alge dagegen gestaltete zwei Stühle aus luftgefülltem Pergamentleder, welches nach der Elchjagd anfällt. Dieses Pergament, aus dem Trommelbau bekannt, ist im feuchten Zustand gut verarbeitbar und wird nach der Trocknung hart wie Kunststoff. Eine Arbeit, bei der sicherlich nicht die Ästhetik, sondern vielmehr das Verstehen natürlicher Materialien im Vordergrund stand.
Die Gewinner sind Yohay Alush mit seinen Outdoor Möbeln "Nocturnal Beasts", die wie seltsame Wesen mit uns Menschen im öffentlichen Raum kommunizieren, Alissa Arends, Leon Bucher und Yelim Kim mit ihrem Klapptisch "Fold it", dessen Gestell ganz praktisch die Tischplatte zu halten weiß und Julien Manaira, der mit "The once liquid plastic" das schichtweise Ausgießen einer Form mit Epoxidharz in einem Objekt thematisiert. Mit seinem Regalentwurf stellt er die Perfektion dem Unperfekten faszinierend gegenüber.
Nina Ruthe-Klein, VDID Vorsitzende Region NRW
Fotos: Arthur Homa
Impressionen zur Veranstaltung
Abonniere den VDID Newsletter
Trage Deine E-Mail-Adresse hier ein, um den VDID Newsletter zu abonnieren.