Vortrag
Design.Wissen.Diskurs. - Gemeinsam gestalten und nutzen
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- 09.06.2021
Design für lokale Ökonomie und Sharing
Wie begegnen wir der Herausforderung des Klimawandels? Wie verlagern wir Verkehr aufs Fahrrad? Wie vernetzen wir lokale Akteure und schaffen einen positiven Resonanzraum für eigenes Engagement? Können wir ein Beispiel für andere Kommunen sein?
Mit dieser Motivation entwickelten und bauten 2018 acht Initiativen und Vereine in Bonn, gefördert durch das BMU, unter dem Namen Velowerft Lastenräder aus Holzwerkstoffen und nutzen sie seitdem für vielfältige Aufgaben.
Wie gelingt der Schritt vom Industrial Design ins Social Design? Setzen wir Kreation gegen Konsum, lokale Subsistenz gegen globale Arbeitsteiligkeit? Welche Herausforderungen erwarten uns bei der Arbeit für und mit Freiwilligen?
Sven Bastiaen Schulz stellte am Mittwoch, 9.6.2021 ab 18 Uhr das Projekt Velowerft in Schritten vor - wie es sich über das Konzept "Einfälle statt Abfälle" zu der Initiative mit fast 80 Akteuren (im Wechsel) entwickelte.
Die positiven Erfahrungen aus der Velowerft - wie z.B. ein konstruktiver Resonanzraum (gemeinsame Erlebnisse brachten bei den Rezipienten positive Schwingungen hervor) entstand, obwohl das Projekt eigentlich "unkontrollierbar war"...
Spannend war, wie er als Moderator auf der einen Seite die Erwartungen der Mitwirkenden relativieren (herunter zu holen) und diese dennoch großteils erfüllen bzw. integrieren musste.
Gegenseitig konnte die Motivation durch schnell erreichte Erfolgserlebnisse durch z.B. Rohbaumodelle hoch gehalten werden....
Faszinierend waren auch die Erläuterungen zur Selbstwirksamkeit des Projektes, durch eingebrachte Erkenntnisse, gemeinsam Erfolge zu genießen.
Die Erläuterungen zu dem Begriff und Umsetzung eines "Reallabors" (nach Niko Paech) rundeten die Projektvorstellung der Velowerft perfekt ab - und boten Anlass, gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir als Designer*innen in lokalen Projekten arbeiten und unseren Teil zur Resilienz unserer Stadt beitragen können.
Es wurde anschließend noch lange diskutiert und ausgetauscht - und ziemlich sicher auch neue Mitwirkende für die VDID Projektgruppe Mobilität gewonnen...
Sven Bastiaen Schulz arbeitete im Fahrradrahmenbau, brach ein Geographiestudium ab, lernte Holzbootsbau und studierte Industrial Design in Wuppertal. Seit 2008 gestaltet er freiberuflich vorzugsweise Investitionsgüter. Als zweites Standbein produziert und vertreibt er in Kleinserie das Bastiaen Cargobike.
Wie begegnen wir der Herausforderung des Klimawandels? Wie verlagern wir Verkehr aufs Fahrrad? Wie vernetzen wir lokale Akteure und schaffen einen positiven Resonanzraum für eigenes Engagement? Können wir ein Beispiel für andere Kommunen sein?
Mit dieser Motivation entwickelten und bauten 2018 acht Initiativen und Vereine in Bonn, gefördert durch das BMU, unter dem Namen Velowerft Lastenräder aus Holzwerkstoffen und nutzen sie seitdem für vielfältige Aufgaben.
Wie gelingt der Schritt vom Industrial Design ins Social Design? Setzen wir Kreation gegen Konsum, lokale Subsistenz gegen globale Arbeitsteiligkeit? Welche Herausforderungen erwarten uns bei der Arbeit für und mit Freiwilligen?
Sven Bastiaen Schulz stellte am Mittwoch, 9.6.2021 ab 18 Uhr das Projekt Velowerft in Schritten vor - wie es sich über das Konzept "Einfälle statt Abfälle" zu der Initiative mit fast 80 Akteuren (im Wechsel) entwickelte.
Die positiven Erfahrungen aus der Velowerft - wie z.B. ein konstruktiver Resonanzraum (gemeinsame Erlebnisse brachten bei den Rezipienten positive Schwingungen hervor) entstand, obwohl das Projekt eigentlich "unkontrollierbar war"...
Spannend war, wie er als Moderator auf der einen Seite die Erwartungen der Mitwirkenden relativieren (herunter zu holen) und diese dennoch großteils erfüllen bzw. integrieren musste.
Gegenseitig konnte die Motivation durch schnell erreichte Erfolgserlebnisse durch z.B. Rohbaumodelle hoch gehalten werden....
Faszinierend waren auch die Erläuterungen zur Selbstwirksamkeit des Projektes, durch eingebrachte Erkenntnisse, gemeinsam Erfolge zu genießen.
Die Erläuterungen zu dem Begriff und Umsetzung eines "Reallabors" (nach Niko Paech) rundeten die Projektvorstellung der Velowerft perfekt ab - und boten Anlass, gemeinsam darüber nachzudenken, wie wir als Designer*innen in lokalen Projekten arbeiten und unseren Teil zur Resilienz unserer Stadt beitragen können.
Es wurde anschließend noch lange diskutiert und ausgetauscht - und ziemlich sicher auch neue Mitwirkende für die VDID Projektgruppe Mobilität gewonnen...
Sven Bastiaen Schulz arbeitete im Fahrradrahmenbau, brach ein Geographiestudium ab, lernte Holzbootsbau und studierte Industrial Design in Wuppertal. Seit 2008 gestaltet er freiberuflich vorzugsweise Investitionsgüter. Als zweites Standbein produziert und vertreibt er in Kleinserie das Bastiaen Cargobike.
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