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Design den Designern!
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- 20.07.2017
- Quelle: Redaktion
Die Bedeutung von Design in der Industrie und Wirtschaft nimmt immer mehr zu – nur komischerweise profitieren nicht die Designakteure davon, sondern viele andere, welche die Wertschöpfung durch die agile Kraft von Design offensichtlich besser vermarkten …
Der aktuelle Hype um Design Thinking, der ganze Unternehmen umkrempelt und neu aufstellt, ist nur einer der Belege, wie stark die Prinzipien von Design Doing in Unternehmen und der Wirtschaft gefragt sind – und das, obwohl jegliches Design Management oder Design Thinking ohne das professionelle Design Doing Verschwendung ist.
Es sollte uns professionellen Designern zu denken geben, wenn Unternehmen wie McKinsey sich nicht nur zum Thema Design committen – sondern ganze Agenturen aufbauen oder kaufen, um mit Design Thinking große Unternehmen umzukrempeln. Aus dem, was wir Designer in jedem Entwurfsprozess tag-täglich leben und praktizieren, machen clevere Geschäftsleute ein Business und vermarkten es (erfolgreich).
Diese Kompetenz sollten wir professionelle Designer nicht aus der Hand geben, denn das Gestalten komplexer Prozesse und Produkte, das Hinterfragen und Umwerfen bisheriger Systeme und dem iterativen Optimieren sowie der Aufladung der Produkte und damit der Marke mit Emotionalität, gehört doch zu unserem Credo und professionellen Alltag – nur scheinen wir noch nicht in der Lage zu sein (oder nur wenige), dies angemessen argumentativ belegen zu können.
Wer kann schon den Wert des Designs zum gesamten Revenue eines Produktes, Unternehmens bzw. der Marke mit Zahlen belegen und damit den Erfolg von Design nachweisen? Hier fehlt es an den wichtigen Markern, die unsere Auftraggeber in erster Linie interessieren, um unser Potenzial als externe oder interne Design Thinker rüberzubringen.
Wir Designprofis müssen hier selbstbewusster und zielgerichteter argumentieren lernen – um unsere Wertschöpfungskompetenzen angemessen in die Unternehmen zu tragen. Der VDID als größter Berufsverband der Industriedesigner in Deutschland bezieht hier eindeutig Position, gibt Orientierung wie z. B. mit dem VDID Codex und möchte die Kompetenz seiner Mitglieder fördern und in der Wirtschaft und Öffentlichkeit kommunizieren. Ein gutes und aktuelles Beispiel ist die GROW Fortbildungsreihe, welche über 40 Wochen die „Designleaders of the future“ ausbilden und qualifizieren möchte.
Generell müssen wir Designer unserer Verantwortung, aber auch der Wirtschaftskraft, die wir sind, bewusster werden und dieses auch entsprechend vertreten – dann kann Design auch seinem gesellschaftlichen Gewicht gerecht werden.
gez. rainer zimmermann
VDID online-Redaktion und selbständiger Designer
Der aktuelle Hype um Design Thinking, der ganze Unternehmen umkrempelt und neu aufstellt, ist nur einer der Belege, wie stark die Prinzipien von Design Doing in Unternehmen und der Wirtschaft gefragt sind – und das, obwohl jegliches Design Management oder Design Thinking ohne das professionelle Design Doing Verschwendung ist.
Es sollte uns professionellen Designern zu denken geben, wenn Unternehmen wie McKinsey sich nicht nur zum Thema Design committen – sondern ganze Agenturen aufbauen oder kaufen, um mit Design Thinking große Unternehmen umzukrempeln. Aus dem, was wir Designer in jedem Entwurfsprozess tag-täglich leben und praktizieren, machen clevere Geschäftsleute ein Business und vermarkten es (erfolgreich).
Diese Kompetenz sollten wir professionelle Designer nicht aus der Hand geben, denn das Gestalten komplexer Prozesse und Produkte, das Hinterfragen und Umwerfen bisheriger Systeme und dem iterativen Optimieren sowie der Aufladung der Produkte und damit der Marke mit Emotionalität, gehört doch zu unserem Credo und professionellen Alltag – nur scheinen wir noch nicht in der Lage zu sein (oder nur wenige), dies angemessen argumentativ belegen zu können.
Wer kann schon den Wert des Designs zum gesamten Revenue eines Produktes, Unternehmens bzw. der Marke mit Zahlen belegen und damit den Erfolg von Design nachweisen? Hier fehlt es an den wichtigen Markern, die unsere Auftraggeber in erster Linie interessieren, um unser Potenzial als externe oder interne Design Thinker rüberzubringen.
Wir Designprofis müssen hier selbstbewusster und zielgerichteter argumentieren lernen – um unsere Wertschöpfungskompetenzen angemessen in die Unternehmen zu tragen. Der VDID als größter Berufsverband der Industriedesigner in Deutschland bezieht hier eindeutig Position, gibt Orientierung wie z. B. mit dem VDID Codex und möchte die Kompetenz seiner Mitglieder fördern und in der Wirtschaft und Öffentlichkeit kommunizieren. Ein gutes und aktuelles Beispiel ist die GROW Fortbildungsreihe, welche über 40 Wochen die „Designleaders of the future“ ausbilden und qualifizieren möchte.
Generell müssen wir Designer unserer Verantwortung, aber auch der Wirtschaftskraft, die wir sind, bewusster werden und dieses auch entsprechend vertreten – dann kann Design auch seinem gesellschaftlichen Gewicht gerecht werden.
gez. rainer zimmermann
VDID online-Redaktion und selbständiger Designer
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