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Less and more – Zum 80. Geburtstag von Dieter Rams

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  • 18.05.2012
  • Quelle: Geschäftsstelle
Der Begriff „Design“ ist heute allgegenwärtig und wird zunehmend inflationär verwendet. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts kristallisierte sich ein Verständnis dafür heraus. Im Zentrum stand damals die Firma Braun in Frankfurt am Main, wo einer der bedeutendsten Designer die Designabteilung leitete: Dieter Rams, dessen Design noch heute Firmen beeinflusst. Die Namen Dieter Rams und Erwin Braun stehen auch für eine Ära der deutschen Designgeschichte.

Dieter Rams studierte Architektur und wollte eigentlich auch dabei bleiben – bis er Erwin Braun begegnete. Er war begeistert von den ersten Entwürfen, die von der damaligen Hochschule für Gestaltung in Ulm kamen, insbesondere von Hans Gugelot. Die Linie der „Ulmer Schule“ faszinierte Dieter Rams, weil diese von einem Aufbruch in eine neue Zeit kündete. 1956 kam der Design-Klassiker, die Radio-Plattenspieler-Kombination SK4, genannt „Schneewittchensarg“ (Holz, weißes Aluminium und ein Deckel aus Plexiglas) auf den Markt. Damit begann der weltweite Siegeszug. Bereits in den 1970er Jahren begann Dieter Rams, seine Ideen in Regeln zu verdichten, die in den „Zehn Thesen für gutes Design“ mündeten und bis heute Gültigkeit haben:

• Gutes Design ist innovativ.
• Gutes Design macht ein Produkt brauchbar.
• Gutes Design ist ästhetisch.
• Gutes Design macht ein Produkt verständlich.
• Gutes Design ist unaufdringlich.
• Gutes Design ist ehrlich.
• Gutes Design ist langlebig.
• Gutes Design ist konsequent bis ins letzte Detail.
• Gutes Design ist umweltfreundlich.
• Gutes Design ist so wenig Design wie möglich.

Der VDID gratuliert seinem Ehrenmitglied zum
80. Geburtstag.

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