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BILDLEGENDE Jubiläum Bauhaus Dessau: Bauhäusler (u. a. - in der Mitte mit Schal - Richard Paulick, rechts daneben Max Bill) und weitere Gäste vor dem Bauhausgebäude in Dessau am Tag des Festakts zu 50 Jahren Bauhaus Dessau, 4. Dezember 1976; Fotografie: E

Vortragsreihe zur Ausstellung

18.08.2019
Eisenhüttenstadt. »Das Bauhaus in der Kultur- und Gesellschaftspolitik der SBZ/DDR« 18. August 2019, 14:00 Uhr, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Erich-Weinert Allee 3, 15890 ... mehr

BILDLEGENDE Jubiläum Bauhaus Dessau: Bauhäusler (u. a. - in der Mitte mit Schal - Richard Paulick, rechts daneben Max Bill) und weitere Gäste vor dem Bauhausgebäude in Dessau am Tag des Festakts zu 50 Jahren Bauhaus Dessau, 4. Dezember 1976; Fotografie: E

Vortragsreihe zur Ausstellung

18.08.2019

Eisenhüttenstadt. »Das Bauhaus in der Kultur- und Gesellschaftspolitik der SBZ/DDR«
18. August 2019, 14:00 Uhr, Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR, Erich-Weinert Allee 3, 15890 Eisenhüttenstadt

Im Umgang mit dem Erbe des Bauhauses entbrannte im "Kalten Krieg" ein weltanschaulicher Streit. In der sowjetischen Besatzungszone entstanden nach 1945 bereits früh Initiativen zur Wiederbelebung des Bauhauses. Die SED stoppte sie nach wenigen Jahren, da ihr der ideologische Standort des Bauhauses als zu unsicher galt und die Kulturpolitik nach sowjetischem Vorbild neu ausgerichtet wurde. Die Notwendigkeit zur Rationalisierung des Bauwesens bewirkte nach 1955 dann den Wiedereinzug von Bauhaus-Ideen in die gestalterische Praxis. Im kulturellen Leben bildete sich dieser Wandel erst verzögert ab. Erhaltungsmaßnahmen am historischen Schulgebäude in Dessau, Bucherscheinungen und Ausstellungen setzten in den sechziger Jahren erste Zeichen einer kulturpolitischen Neubewertung des Bauhauses. Auf breiter Basis vollzog sich diese erst anlässlich des 50. Jahrestages der Eröffnung des Dessauer Bauhaus-Gebäudes im Dezember 1976. Zahlreiche Medien der DDR berichteten ausführlich über das Jubiläum und die Einweihung des rekonstruierten Schulgebäudes. Wolfgang Thöner zeigt, wie das Bauhaus Dessau jetzt neu belebt wurde als Stätte der Auseinandersetzung mit Fragen der industriellen Gestaltung und der Architektur sowie als Ort des Sammelns, der Erforschung und des Ausstellens von künstlerischen und geschichtlichen Zeugnissen des Bauhauses.

Der Referent Wolfgang Thöner ist Sammlungsleiter am Bauhaus Dessau und bekannt als hervorragender Kenner der Geschichte und Rezeptionsgeschichte des Bauhauses.

Das ganze Jahr über werden Expert*innen verschiedene Aspekte der Sonderausstellung und der Wirkungsgeschichte des Bauhauses in der DDR beleuchten. Jeden letzten Sonntag im Monat werden Kuratoren*innenführungen durch die Sonderausstellung angeboten.

Darüber hinaus sonntags, 13 bis 17 Uhr, noch bis zum 27. Oktober 2019 in einer Zweiraum-Plattenbauwohnung in Eisenhüttenstadt die erinnerungskulturelle-künstlerische Installation "Wohnmaschine" gezeigt (siehe Anlage).

Informationen zum Veranstaltungsprogramm:

www.alltagskultur-ddr.de

www.vdid.de/veranstaltungen/index.php?v=2316

Bauhaus DDR - weiterführende Infos (PDF)

Wohnmaschine - Einladungskarte (PDF)

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