Zum Artikel springen
>

Veranstaltungen

Aart van Bezooijen bei VDID's Brot+Butter in Berlin

form follows material

„Aart loves exploring and testing alternative materials that can contribute to a more sustainable future” Aart van Bezooijen referierte am 23. November bei der erfolgreichen Reihe „Brot & ... mehr

Aart van Bezooijen bei VDID's Brot+Butter in Berlin

Brot+Butter in der Galerie erstererster, Berlin

Gespräche bei Brot und Butter

form follows material

„Aart loves exploring and testing alternative materials that can contribute to a more sustainable future”

Aart van Bezooijen referierte am 23. November bei der erfolgreichen Reihe „Brot & Butter“ des VDID in Berlin. Er ist Professor für Material- und Technologievermittlung an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Der gebürtige Niederländer studierte 1994 bis 2002 an der Delft University of Technology. Im Anschluss an seinen Master of Science in Industrial Design Engineering arbeitete er als Designberater bei PARK advanced design Management. 2005 gründete Aart van Bezooijen die Agentur Material Stories. Gemeinsam mit Paula Raché schlagen sie Brücken zwischen den Material-Produzenten und der Design-Welt und bieten Materialberatung, Materialforschung und Innovationsworkshops an. 2011 begaben sich beide auf eine Weltreise, um das Thema der Nachhaltigkeit weltweit zu erkunden. Die zahlreichen Workshops, Beobachtungen und Experimente sind in dem Buch “It's Not Easy Being Green” zusammengefasst.

Wir kennen alle die Probleme des Klimawandels, der Energie- und Ressourcenknappheit oder der Umweltverschmutzung - Aart van Bezooijen kennt viele Lösungsansätze. Er ermutigt zu einem neuen Umgang mit Materialien – in der digitalen Fertigung, dem Urban Mining, Open-Source-Methoden und Material Farming sieht er große Chancen für die Kreativen der Zukunft.
Aart van Bezooijen stellte in seinem spannenden Vortrag bei „Brot & Butter“ viele provokante Fragen, die er mit Lösungsansätzen verschiedenster Gestalter beantwortete: „ Was wäre, wenn es keinen Müll gäbe?“, weil alle Ressourcen in einer Kreiswirtschaft zirkulierten. „Was wäre, wenn Objekte nachwachsen?“, weil Gewebe in einem natürlichen Wachstumsprozess entstehen könnten, wie die Künstlerin Diana Scherer mit atemberaubenden Kleidern demonstriert. Oder weil Holz direkt in der Form von Möbeln wachsen könnte, wie Gavin Munro beweist. Aart van Bezooijen zeigte auch das noch nicht genutzte Potential von Algen, Ananasleder, Mikroorganismen und Pilzen für einen ressourcenschonenden Materialumgang. Er stellte die spannende These auf, dass Pilze das Plastik der Zukunft sind. Inwieweit digitale Realitäten die haptischen Erlebnisse ablösen oder erweitern, diskutierte van Bezooijen an dem Exponat „In Pursuit of Tactility“ von der Dutch Design Week 2018 des PMS Studios.
Mit seinem spannenden Vortrag zeigte Aart van Bezooijen abseits des klassischen Industriedesigns große Zusammenhänge, Methoden und Potentiale auf. Nach den beiden Etappen „form follows function“ und „form follows emotion“ könnten wir verkünden: „form follows material“. Die große Relevanz des Themas Material und Design spiegelte sich in einem neuen Teilnehmerrekord an Besuchern wieder.

www.materialstories.com

www.burg-halle.de/make

E-Mail: