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Armin Scharf

18.08.2018

ausgezwompt: Design nur ein Nischenthema

Nach acht Jahren hat der bekannte freie Design-Journalist Armin Scharf sein Internetportal zwomp und den dazugehörigen Newsletter eingestellt. Betroffen über diesen Verlust eines der wenigen ... mehr

Armin Scharf

18.08.2018

ausgezwompt: Design nur ein Nischenthema

Nach acht Jahren hat der bekannte freie Design-Journalist Armin Scharf sein Internetportal zwomp und den dazugehörigen Newsletter eingestellt. Betroffen über diesen Verlust eines der wenigen Industriedesign-spezifischen Medienpartner für den VDID habe ich Armin Scharf gefragt:

Welche Reaktionen hast Du auf die Schließung des Portals bekommen?
Zunächst Bedauern, dass mit zwomp ein geschätztes, weil spezifisch auf das Industriedesign abgestimmtes Informationsmedium wegfällt. Dann aber auch Verständnis ob der Gründe.

Warum hast Du zwomp eingestellt?
zwomp habe ich vor rund acht Jahren gestartet, um zu sehen, was man mit den damals neuen Online-Möglichkeiten so anstellen kann und wie sich Designthemen abbilden lassen. zwomp war auch immer ein Tool, um Format-Ideen auszutesten, etwa die 3,5 Fragen an Designer-Persönlichkeiten, direktere Interview-Konzepte oder neue Ideen für die Darstellung von Produktkonzepten. Und natürlich war zwomp auch immer ein Medium für den Nachwuchs; die Einsteiger-Artikel konnten meist die höchsten Klickraten verzeichnen. Wirtschaftlich war zwomp kein Erfolg, ein Controller hätte sicher geweint. Aber die Sponsoren haben über Jahre eine gewissen Grundumsatz gewährleistet, mit dem ich arbeiten konnte. Dafür nochmals vielen Dank. Aber letztlich sind die Risiken durch den Betrieb des Magazins in den letzten Jahren stets gewachsen, technisch und auch juristisch, was nicht zuletzt durch die DSGVO klar wurde. Wenn Risiken aber den Ertrag übersteigen, dann wird es eng.

Hat von Seiten der Designer und der designaffinen Unternehmen die Unterstützung gefehlt?
Es gab nicht wenige Designagenturen, die zwomp finanziell unterstützten, als so genannte zwomper. Das war sehr gut. Und noch mehr waren zwomp wohlgesonnen. Letztendlich hat das aber nicht ausgereicht. Und für Banner-Werbung waren die Klickzahlen nicht groß genug, weil zwomp für eine Nische gemacht war. Die Nische ist zwar schön, interessant und spannend, aber nicht wirtschaftlich.

Warum ist der Markt für den Designmedien in Deutschland so schwierig?
Siehe Nische. Design ist ein Nischenthema, darüber sollten wir uns nicht täuschen. Lediglich ein paar Namen schaffen es in die großen Medien, meist die immer gleichen Protagonisten, die für den Consumer-Markt arbeiten. Technisches Design, sei es noch so innovativ, findet sich kaum in der Publikumspresse. Vielleicht, weil es nicht selbsterklärend oder sexy genug ist. Grundsätzlich aber gibt es ein Problem: Designer gelten nicht als Entscheider. Während Architekten etwa einen großen Einfluss auf die verbauten Systeme und Materialien haben, dementsprechend von der Bau-Industrie in den unzähligen Fachmagazinen umworben werden, ist das von Designern nicht bekannt. Trotz des großen Know-hows, das viele Designagenturen in Sachen Werkstoffe, Produktion und Technologie aufgebaut haben, sind sie bei den entsprechenden Unternehmen nicht auf dem Schirm.

Wo siehst Du die Zukunft des Design-Journalismus?
Das Design hat nach wie vor den Nimbus des Verschönerns, was vor allem aus dem Consumer-Bereich kommt und entsprechend gepflegt wird. Übrigens auch von so manchem Designer, der sich mehr als Künstler denn als Dienstleister sieht. Design-Journalismus reitet in der Regel auf der gleichen Welle, nämlich im wahrsten Sinne an der Oberfläche entlang. Dass Design, insbesondere Industriedesign weit unterhalb der Oberfläche ansetzt, interessiert nicht wirklich, denn spätestens dann wird es ja kompliziert. Über den neuen Stuhl von xy, der so schöne Kurven zeigt und farblich in den neuesten Hype passt, kann man derweil auch kompetenzfrei fabulieren. Publikumstitel wollen nicht mehr. Spektakel ersetzt immer noch Substanz. Naja, zu häufig jedenfalls.

Form und Designreport wiederum wollen mehr, vermögen die vergleichsweise kleine Zielgruppe aber auch nicht so erweitern, dass große Sprünge möglich wären. Aber hier besteht die Chance zu Diskussionen, etwa über die Zukunft des Designs. Das passiert momentan noch zu sehr auf der Print-Ebene, sinnvoller wäre meiner Erfahrung nach eine Kombination aus Print mit langen Geschichten und einem Online-Ableger mit schnellen, aktuellen und nutzwertigen Informationen. Relevante Themen gibt es schließlich genug, das hat zwomp gezeigt.
IL VDID PR

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Boris Ljubimir

16.08.2018

Willkommen im VDID, Boris Ljubimir

Als neues Mitglied begrüßt der VDID Boris Ljubimir, Master of Arts in Arts and Design, Industriedesigner bei der ALPINA Sports GmbH in Sulzemoos. Seit 2017 arbeitet er bei ALPINA Sports in der ... mehr

Boris Ljubimir

16.08.2018

Willkommen im VDID, Boris Ljubimir

Als neues Mitglied begrüßt der VDID Boris Ljubimir, Master of Arts in Arts and Design, Industriedesigner bei der ALPINA Sports GmbH in Sulzemoos. Seit 2017 arbeitet er bei ALPINA Sports in der Produktentwicklung. In seinen Verantwortlichkeitsbereich fällt das Produktdesign für Neuentwicklungen von Helmen und Brillen im Bereich Rad- und Wintersport.

Warum sind Sie Mitglied im VDID geworden?
Es gibt die Theorie, dass sich der Homo Sapiens in der menschlichen Evolution durchgesetzt hat, weil er ein gutes Netzwerk pflegte. Ich bin davon überzeugt, dass sich Erfolgschancen umso mehr erhöhen, je größer und vielseitiger ein Kompetenzpool ist, mit dem man sich vernetzen kann. Der VDID bietet für mich die denkbar größte Know-how-Vielfalt am Playground der Design- und Industrienation Deutschland. Ich freue mich auf einen regen Erfahrungs- und Perspektivenaustausch!

Wo sehen Sie als Industriedesigner die Herausforderungen in der Sportbranche?
So wie bei allen körpernahe anzuwendenden und performance-orientierten Produkten ist es eine der größten Herausforderungen, die zentrale Zweckmäßigkeit - wie z.B. dem Aufprallschutz bei Helmen - mit weiteren tragenden Aspekten zu vereinen, wie: Ergonomie, optimaler Belüftung, Szenario-optimierter Usability und nicht zuletzt einer markenbildprägenden Formensprache, die zur Anwendung inspirieren soll. Der menschliche Körper steht in jedem Fall als zentraler Referenzgeber für Form und Funktion. Der Konsument wird immer anspruchsvoller und die objektiven Differenzierungsmöglichkeiten an Produkten immer geringer. Eine Herausforderung, der man als Premiumprodukthersteller nur mit größtmöglichem Focus auf Design, dessen Umsetzung in höchster Qualität und entsprechender Kommunikation in den Markt gerecht werden kann.

www.alpina-sports.com/de-en/

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Netzwerkforum Kreativwirtschaft Mittelhessen

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Das Netzwerkforum Kreativwirtschaft Mittelhessen möchte im Schlachthof Gießen Kultur- und Kreativschaffende, Unternehmen, Verbände, Initiativen, Einrichtungen und Projekte der elf Teilmärkte der Kreativbranche zusammenbringen. Das Forum des Hessischen Wirtschaftsministeriums und der Hessen Agentur findet in Kooperation mit dem Landkreis Marburg-Biedenkopf, der Wirtschaftsförderung Gießen und regionalen Kreativnetzwerken statt.

Die Teilnehmenden können vor Ort zielgenaue kurze, intensive Kennenlern- und Austauschgespräche führen. In Open Space Sessions werden relevante Themen und Herausforderungen, die von den anwesenden Teilnehmenden bestimmt werden, diskutiert.

21. August 2018, 14 - 18 Uhr
Schlachthof Gießen
Schlachthofstraße 2
35398 Gießen

Die Veranstaltung ist kostenfrei.


Weitere Informationen und Anmeldung unter

www.kreativwirtschaft-hessen.de/netzwerkforum

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Das erfolgreiche Designfestival Hessen Design Routes öffnet wieder seine Türen und verwandelt in diesem Sommer am: 24.08. – 25.08.2018 Darmstadt, Frankfurt, Hanau, Offenbach, Wiesbaden
und am 31.08. – 01.09.2018 Kassel
jeweils in einen öffentlichen Design-Showroom.


Erleben Sie aktuelle Designtrends und innovative Produktentwicklungen aus Hessen. Es erwarten Sie spannende Einblicke in eine der vielfältigsten Branchen des Landes mit fast 50 teilnehmenden Agenturen, Ateliers, Büros und Kreativen. Darunter Branchenführer wie MESO Digital Interiors, Scholz & Volkmer sowie Barski Design.
Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen einer Branche, die mit ihren Produkten und Lösungen maßgeblich kulturelle und soziale Prozesse unseres Alltags formt.
Über eine Berücksichtigung der Hessen Design Routes, dem ersten Designfestival, das mehrere Städte in einem Bundesland bespielt, in Ihrem Medium, freuen wir uns sehr. Gleichzeitig laden wir Sie an dieser Stelle auch herzlich ein im Rahmen des Festivals Hessens Designbranche selbst kennenzulernen.

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