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Fotograf: Det Kempke

14.06.2020

Willkommen im VDID, Dr. Sybs Bauer!

Fundiert und zukunftsweisend gestaltet die Diplom Designerin Dr.-Ing. Sybs Bauer MA(RCA) Strategien, Prozesse und Produkte und implementiert sie über alle Plattformen hinweg. designkunst steht für ... mehr

Fotograf: Det Kempke

14.06.2020

Willkommen im VDID, Dr. Sybs Bauer!

Fundiert und zukunftsweisend gestaltet die Diplom Designerin Dr.-Ing. Sybs Bauer MA(RCA) Strategien, Prozesse und Produkte und implementiert sie über alle Plattformen hinweg. designkunst steht für ganzheitliche Markenstrategien und -beratung, Corporate Design, Industriedesign, Kommunikation und vieles mehr.

Was sind für Sie aktuell die größten Herausforderungen als Unternehmerin im Design?

Ich nenne hier drei der wichtigsten:
1.) Die Neukundenakquise ist immer noch ein unbeliebtes Thema, trotz der vielen Jahre fällt es mir immer noch schwer. Zumal wir längst in einem Verdrängungswettbewerb angekommen sind und die Qualität von Design so häufig missverstanden wird.
2.) Eine weitere Herausforderung sind die Machtkämpfe in Unternehmen zwischen Marketing, Konstruktion und Vertrieb. Design ist ein verbindendes Element. Machtkämpfe sind kontraproduktiv und erschweren eine ganzheitliche (Design) Arbeit.
3.) Die Vorurteile: z.B., dass Designer*innen nur für die Hülle zuständig seien. Wie tief Design in Unternehmen reicht, insbesondere in einer ganzheitlichen Markenbildung, wird leider immer noch zu wenig gesehen und angenommen. Ähnlich sieht es aus mit den Vorurteilen bezüglich Frau und Technik, diese sind leider auch immer noch aktuell.

Welche Folgen hat die Corona-Krise auf Ihre Arbeit?

Die Kontaktsperre erschwert die Zusammenarbeit. Über digitale Medien ist zwar eine sachliche Besprechung möglich, wenn man sich jedoch vorab noch nicht gesehen und kennengelernt hat, fehlt ein wichtiger Teil für eine fruchtbare Zusammenarbeit. Es ist wichtig und unerlässlich, den Kunden zu erspüren, in seiner Mimik und in seinen Zwischentönen, um das (meist nicht vorhandene) Briefing zu verstehen. Die oftmals schlechte Qualität von Ton und Bild im homeoffice und unterwegs macht es nicht leichter.
Akquise ist natürlich auch nicht leichter geworden, aber die wirklichen Folgen werden wohl erst in Monaten für uns Designer*innen sichtbar. Allerdings sehe ich auch große Chancen für das Design – kreative Lösungen stehen im Fokus wie nie zuvor.

Warum sind Sie Mitglied im VDID geworden?

Es ist eine Rückkehr, denn ich war bereits als Studentin im VDID (damals in Stuttgart). Und da ich in den letzten Jahren immer wieder mit VDID Mitgliedern in einem sehr guten Kontakt stand und stehe, ist es ein logischer Schritt, wieder mit dabei zu sein. Ich bin überzeugt, dass Design und wir Designer*innen nur gemeinsam stark und stärker werden können. Ich werde meinen Teil sehr gerne dazu beitragen.

www.designkunst.com

Quelle: Geschäftsstelle